"Frühlings Erwachen - Lebe schnell, stirb jung" nach Frank Wedekind

Am 01. und 02. März 2016 hat das S4P4 unter der Leitung von Herrn Dück eine Bearbeitung des Drama Frühlings Erwachen von Frank Wedekind aufgeführt. Die „Kindertragödie“ war, als sie 1891 erschien, ein solcher Skandal, dass sie bis 1924 nicht auf der Bühne gezeigt werden durfte. Grund dafür sind die vielen Tabuthemen des Erwachsenwerdens, die der Text anspricht. Die Jugendlichen befinden sich in einer Abwärtsspirale zwischen Lust, Weltschmerz, Liebe und Todessehnsucht. Es wird ihnen verschwiegen, warum sich ihre Körper verändern und wie die Kinder in die Welt kommen. Sie sollen ihre kindliche Unschuld beibehalten, gleichzeitig stehen sie unter krassem schulischen Leistungsdruck. Die Folgen: Melchior, der verurteilt wird, weil er seinem Freund Moritz versucht hat, die „männlichen Regungen“ und den Vorgang der Fortpflanzung zu erklären. Wendla, die von ihm schwanger wird, weil sie denkt, man würde nur schwanger, „wenn man liebt“. Moritz, der schulisch und sexuell versagt, und deshalb Selbstmord begeht. Doch die dunkle Seite siegt nicht immer, manche Menschen lässt das Leben nicht los… Wir hoffen, es hat Spaß gemacht, uns Leiden zu sehen. Wir haben hart dafür geübt. (Stella Ruszkowski, S4P4)