Theater

Theaterunterricht am EWG

einstimmig unschudlig ProbenfotoIm Fach Theater wird projektorientiert gearbeitet, eine Aufführung– ob kurze Einzelszenen oder großes Jahresprojekt, ob vor einem Parallelkurs gespielt oder als Abendveranstaltung der gesamten Schulöffentlichkeit präsentiert – ist das Ziel eines jeden Kurses. Teilweise wird auch kurs- oder fachübergreifend, z.B. mit Kunst oder Musik zusammen gearbeitet. Geprobt wird vorzugsweise in der Aula, wegen des großen Kursangebotes aber auch oder im Gymnastikraum über der Aula.
Der Unterricht im Fach Theater hat am ewg eine zentrale Bedeutung, was sich im breiten Angebot in allen Jahrgängen widerspiegelt, insbesondere in der Studienstufe. In Klasse 5 führen externe Theaterpädagogen innerhalb einer Projektwoche die SchülerInnen an das szenische Spiel heran, in allen anderen Klassenstufen unterrichten zurzeit 9 LehrerInnen das Fach Theater am ewg. In Klasse 6 ist dafür eine Stunde wöchentlich während des regulären Unterrichts vorgesehen, die epochal (zweistündig in einem Halbjahr) unterrichtet wird, in Klasse 7 wird Theaterunterricht zweistündig über das gesamte Schuljahr - ebenfalls im gesamten Klassenverband - erteilt. Danach haben die SchülerInnen die Möglichkeit im Wahlpflichtbereich innerhalb der Klassen 8-10 Theater zu wählen. In der Studienstufe (11-12) ist das Fach Theater in insgesamt 3 von 6 Oberstufenprofilen zu finden, eine Seltenheit in der Hamburger Schullandschaft. Darüber hinaus bieten im Ganztagsbereich erfahrene Oberstufenschüler oder Ehemalige Theater-AGs an. Am ewg wird Theater als mündliches und schriftliches Abiturprüfungsfach angeboten.

Aufführungen und außerschulische Partner

Innerhalb der vergangenen jahre kam es am ewg sowohl zu einer Reihe gelungener gut besuchter kleinen Performances, etwa zum Tag der Künste oder vor Parallelkursen als auch abendfüllender Aufführungen, die nicht nur in der Schulaula präsentiert wurden: 2016 etwa hat das Kunstprofil P2 (Bk) an einem Theaterprojekt ("Believe 2.0") anlässlich der Lessingtage des Thalia-Theaters mitgewirkt und im Thalia in der Gaußstraße aufgeführt, 2017 wurde das Profil 4 (Lam) mit der Produktion "einstimmig unschuldig" zum Hamburger Schultheaterfestival ins Ernst-Deutsch-Theater eingeladen und als Hamburger Vertreter zum Schultheater der Länder nach Potsdam. Darüber hinaus ist das ewg seit dem Schuljahr 2015/16 Tandem-Partner des Thalia-Theaters, wobei "Klassenzimmerstücke" bei uns an der Schule aufgeführt wurden, außerdem waren einige Theaterkurse schon als "Premierenklassen" am Schauspielhaus dabei. Auf der rechten Seite gibt es ein Theaterarchiv, in dem wir eine Auswahl der Produktionen der letzten Schuljahre vorstellen.



Das Fach Theater als benotetes Unterrichtsfach

Das Fach Theater unterscheidet sich im Anforderungsprofil teils deutlich von allen anderen Fächern. Es geht eher um Ausbildung der Ausdrucksfähigkeit des eigenes Körpers als um das Auswendiglernen von Text: Körperbetonte Warm-Ups und Theaterübungen gehören ebenso dazu wie der kreative und sichere Umgang mit der eigenen Rolle. Die SchülerInnen improvisieren und experimentieren in der eigenen Rolle und im Ensemble und lernen, ihre erarbeiteten Szenen vor den Mitschülern zu präsentieren. Zu Beginn des Schuljahres wissen wir meist noch nicht so genau, wohin die Reise mit einem Projekt gehen soll, immer wieder werden Alternativvorschläge eingebracht, neue Konzeptideen werden auf den Prüfstand gestellt – man braucht bei der Probenarbeit manchmal einen ganz schön langen Atem und Offenheit für die Ideen anderer TeilnehmerInnen. Benotet werden im Fach Theater alle Phasen der Projektarbeit, vom kleinen Warm-Up jeder einzelnen Probe bis zur Aufführung am Ende des Schuljahres. Konzentration und Ausdauer sind die Grundlage, spielpraktische Leistungen machen einen Großteil der Benotung aus, aber auch – gerade in Oberstufenkursen – theoretische Anteile. Zu Beginn des Kurses wird allen Teilnehmern eine Liste mit Bewertungskriterien ausgehändigt, die besprochen wird, Transparenz ist bei der Notengebung – wie in anderen Fächern auch – entscheidend.