Alle wollen Alles

Alle wollen Alles Plakat ewg-homepageWer nicht träumt, muss sterben“. Tim Staffel legt mit „Werther in New York“ ein Drama vor, das sich als Pop-Montage von Goethes Roman „Die Leiden des jungen Werther“ lesen lässt. Staffels Werther ist ein Bildermacher, ein schöpferischer Denker, der sich an sich selbst und an die Liebe verliert – verwoben in einem Klangteppich von Zitaten großer Geschichten der Liebe von Shakespeare bis David Lynch. Es geht um Werther, um Lotte, um Albert, um Zoe und um Picard: um das Festhalten an der Liebe. Es geht um Sex, um Macht, um einen Überfall und um Freundschaft. Und dann wieder um das Sich-Verlieren in all der Sehnsucht nach allem und nach der Freiheit. Es geht aber auch um die Qual, sich immer wieder neu zu finden und zu erfinden. Ist Romantik tödlich in einer Welt der kalten Herzen? Hier beginnen wir zu balancieren und uns mit Werther in all den großen Gefühlen zu versteigen. Als Work-in-Progress haben wir bei unserer Abschlussperformance Alle wollen Alles wir eine Szenencollage gezeigt, die in Werthers Welt zwischen Halluzination, Begehren, Traum und Wirklichkeit abtaucht. Zwischen Fall und Rausch, zwischen Ekstase und Zusammenbruch haben wir versucht, den Tiefen und Abgründen des Herzens auf die Spur zu kommen, die Freundschaft immer wieder siegen zu lassen und der Romantik keine Absage zu erteilen. „Der Mensch muss sein Dasein erfahren. Er will sich selbst spüren. In der Liebe. Im Schmerz. Im Rausch. Im Scheitern.“ (Mes)