Salve, hospes! ( = Willkommen, Gast!)...

... auf der Seite der Fachschaft Latein! Latein kann an unserer Schule ab der 8. Klasse als Wahlpflichtfach belegt werden. In der Oberstufe besteht die Möglichkeit, Latein als zusätzliches Wahlfach fortzuführen und das Latinum zu erwerben.

Die Schülerinnen und Schüler entscheiden sich also ganz bewusst dafür, Latein zu lernen, und dies spiegelt sich in der angenehmen Lernatmosphäre unserer kleinen, sehr engagierten Lerngruppen wider.

In der Spracherwerb-Phase arbeiten wir mit dem Lehrwerk "prima. Gesamtkurs Latein, Ausgabe C", das speziell auf das Erlernen von Latein als 3. Fremdsprache abgestimmt ist.

In der anschließenden Lektüre-Phase übersetzen und besprechen wir vornehmlich lateinische Originaltexte aus der Zeit des klassischen Lateins. Um eine Vorstellung von der großen Vielfalt der lateinischen Sprache und Kultur zu bekommen, erhalten die Schülerinnen und Schüler jedoch auch Einblicke in lateinische Texte, die aus der römischen Frühzeit, aus der Spätantike, dem Mittelalter und der Renaissance stammen.

Das Fach Latein hat in den letzten Jahren übrigens selbst eine kleine Renaissance erlebt. In allen Bundesländern ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die Latein lernen, wieder spürbar gestiegen. Und dafür gibt es gute Gründe.






Gründe, die für das Fach Latein sprechen:

  1. Bei der Beschäftigung mit der lateinischen Sprache werden wichtige Schlüsselkompetenzen, vor allem Konzentrationsfähigkeit und eine sorgfältige Arbeitsweise vermittelt. Durch die analytische, in kleinen Schritten erfolgende Erschließung von Texten werden Konzentration, logisches Denken und Durchhaltevermögen der Schülerinnen und Schüler regelmäßig und intensiv im Unterricht trainiert. Dies kommt den Schülerinnen und Schülern auch bei ihrer Beschäftigung mit anderen Schulfächern zugute.
  2. Den Lateinunterricht kennzeichnet eine konzentrierte Ruhe, die für die Erarbeitung der komplexen Inhalte und Strukturen lateinischer Texte unerlässlich ist. Die Schülerinnen und Schüler lernen auf diese Weise, dass die gute Beherrschung einer Sprache Zeit, ruhiges Überlegen und fortwährendes Training braucht. Viele unserer Jugendlichen empfinden diese konzentrierte Ruhe als sehr angenehm, weil sie auch eine innere Ruhe nach sich zieht, die einen wohltuenden Gegensatz zu dem oft als hektisch empfundenen modernen Alltagsleben bildet.
  3. In konzentrierter Ruhe gelingt es den Schülerinnen und Schülern dann auch, bei den Übersetzungen aus dem Lateinischen in das Deutsche die Texte in ein stilistisch möglichst ansprechendes, einwandfreies Deutsch zu übertragen, das dem Charakter und Aussagegehalt des vorliegenden lateinischen Textes gerecht wird. Von Anfang an werden dabei im Unterricht auch immer wieder verschiedene Übersetzungsvarianten erprobt und besprochen. Dies schult das Sprachverständnis und Ausdrucksvermögen der Schülerinnen und Schüler und führt sie zu einer intensiven Sprachreflexion.
  4. Auch das Textverständnis wird durch die bewusste Auseinandersetzung mit den fremden Texten und der in ihnen thematisierten fremden Welt der Antike merklich verbessert. Denn die Schülerinnen und Schüler lernen dadurch, auch einen Text, der zuerst sperrig wirkt, systematisch zu erschließen und in seiner Gesamtheit zu begreifen. Daraus resultiert auch eine hohe Lesekompetenz.
  5. Im Lateinunterricht erleben die Schülerinnen und Schüler außerdem den modellhaften Charakter der antiken Kultur. Sie vergleichen die antike Welt mit der modernen Welt, die antiken Erfahrungen mit aktuellen, z. B. im Bereich des gesellschaftlichen Zusammenlebens.
  6. Sprache und Literatur, Geschichte und Kultur, Religion und Philosophie, Rhetorik, Politik und Rechtswesen, Kunst und Architektur sind Bereiche unseres Lebens, deren Wurzeln bis in die Antike reichen. Der Lateinunterricht trägt aufgrund der vielschichtigen Auseinandersetzung mit den antiken Grundlagen unserer europäischen Kultur dazu bei, dass den Schülerinnen und Schüler eine Bildung im umfassenden Sinn vermittelt wird.
  7. Latein als "Mutter" aller romanischen Sprachen und europäische Basissprache erleichtert das Erlernen moderner Fremdsprachen wie Französisch, Spanisch, Italienisch und Portugiesisch. Aber auch in der englischen Sprache finden sich viele Wörter, die aus dem Lateinischen stammen.
  8. Der Lateinunterricht versetzt die Schülerinnen und Schüler außerdem in die Lage, die zahlreichen Fremdwörter und Fachbegriffe im Deutschen, die lateinischen Ursprungs sind, zu verstehen und korrekt zu verwenden.
  9. Viele Studiengänge, zum Beispiel Medizin, Jura, Theologie, Philosophie, Politologie, Geschichte, Germanistik, Romanistik, Anglistik und Kunstgeschichte, setzen Lateinkenntnisse voraus, die man in vielen Fällen mit den Abschlüssen Latinum bzw. Großes Latinum nachweisen muss. Alle Studentinnen und Studenten, die Latein nicht schon am Gymnasium gelernt haben, müssen dann zusätzlich zu ihren Studienfächern einen Lateinkurs oder zumindest Terminologie-Kurs an der Universität belegen und in der Regel mit erheblichem Lernaufwand und unter hohem Zeitdruck den erforderlichen Abschluss nachholen.

Es lohnt sich also auf jeden Fall, Latein zu lernen...

PER ASPERA AD ASTRA!