Was ist „Kultur.Forscher“?

Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (Sitz Berlin) hatte in Kooperation mit der PWC-Stiftung bundesweit für 24 Schulen in 8 Städten Fördergelder ausgeschrieben.
Gesucht wurden Schulen, die vielversprechende Unterrichtsvorhaben in ein fortschrittliches Schulprofil einbetten. Die Grundgedanken der Kampagne waren folgendermaßen ausgeschrieben
(Auszug aus den Grundgedanken der Kampagne):

Kultur.Forscher-Philosophie

Angesichts immer kürzerer „Halbwertszeiten des Wissens“ ist es wichtig, dass Schülerinnen und Schüler Lernstrategien entwickeln, die ihnen auch nach Ende der Schulausbildung eigen aktives selbständiges Lernen ermöglichen und sie in die Lage versetzen, mit jeweils neuem Wissen produktiv umzugehen. Forschendes und entdeckendes Lernen ist ein Ansatz, bei dem das Lernen selbst gesteuert und eigenverantwortlich organisiert wird. Die Herangehensweise erlaubt eine radikal subjektive Betrachtung der Welt, in der „richtige“ und „falsche“ Lösungen keinen Platz haben.
Lernen wird dadurch nicht zu einer Anhäufung von Fachwissen, sondern zu einem Prozess, der die Welt erfahrbar macht und gleichzeitig dazu ermuntert, selbst Spuren in dieser Welt hinterlassen zu wollen.

Mehr dazu auf der Website der DKJS 

Das Emilie-Wüstenfeld-Gymnasium wurde ausgewählt verschiedene geförderte Projekte umzusetzen.

Das ist unser Programm!

In Anlehnung an unser Schulprogramm mit dem expliziten Formulierung eines Bildungsauftrags, der die ganze Persönlichkeit jedes Schülers in den Blick nimmt und deren Entwicklung fördert,
haben wir mit der Teilnahme an „Kultur.Forscher“ folgende Aspekte betont und gestärkt:
1. für Jugendliche bedeutungsvolle Inhalte sollen Themen sein: wir gehen von den Fragen unserer Schüler aus,
2. Kooperationen mit außerschulischen Partnern holen weitere Kompetenz in die Schule
3. Die Forschungshaltung als „Bildungshabitus“ wird gestärkt: durch die Anlage des Projektes als Staffette von Jahrgang zu Jahrgang, aber auch durch gezielte Fortbildungsangebote an Lehrer.

Und das waren unsere Projekte in den letzten Schuljahren

a) „Brücken schlagen“ – im Kunstunterricht zweier 7. Klassen.
Ausgehend von den Fragen der Schüler (Gibt es Unterwasserbrücken? Welche Lieder über Brücken kennen wir? Wie hält eigentlich eine Brücke? Was sind schöne, was hässliche Brücken? Wo bauen wir Brücken? Wer beschäftigt sich beruflich mit Brücken? …) wurden die künstlerischen, aber auch die übertragenen Bedeutungen erforscht und gestaltet. Dieses Projekt wurde im Halbjahr davor schon im Jahrgang 9 sehr erfolgreich durchgeführt – siehe etwa die Bilder der Vernissage. Die Erfahrungen und Ergebnisse aus dem laufenden Unterricht wurden dann wiederum an einen neuen Jahrgang weitergegeben – „Brücken schlagen“ eben.
Die betreuenden Kolleginnen waren Frau Kutschke und Frau Menzel.


b) „Emilie tanzt“ – im Sportunterricht einer 9. Klasse
Für die Berührung und Erfahrung mit dem zeitgenössischen Tanz konnten wir mit den Mitteln der Kulturforscherprojekts Choreographen (über Kampnagel) gewinnen, die in einer Intensivschulung in der Projektwoche hier bei uns unterrichteten. Danach wurde diese ja eher junge Kunst- und Bewegungsform im Regelunterricht Sport weiter verfolgt.
In diesem Projekt arbeiteten Frau Sturm und Frau Lüthje mit.

Ulf Nebe